Feierlicher Anschlag des Tunnels "Eierberge" am 7. Juli 2010.

Startschuss für die Bauarbeiten am Tunnel „Eierberge“

Mit einem traditionellen Akt haben am 7. Juli die Bauarbeiten am drittlängsten Tunnel der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt in der Nähe von Bad Staffelstein begonnen. Im Rahmen des feierlichen Tunnelanschlags übernahm Susanne Ramsauer, Patin des Tunnels „Eierberge“, die Zündung der ersten Sprengung.

Der Tunnel „Eierberge“ liegt auf dem Gebiet der oberfränkischen Stadt Lichtenfels und ist mit 3.756 Metern der längste Tunnel in Bayern auf der insgesamt 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Berlin. Mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von 300 km/h soll er als Teil der östlichen Nord-Süd-Achse in Deutschland die Reisezeit zwischen München und Berlin von aktuell sechs auf künftig etwa vier Stunden verringern.

Im Auftrag des Regionalbereichs Südost der DB ProjektBau GmbH überwacht Hyder Consulting in der Ingenieurgemeinschaft „BÜ Eierberge“ den Bauabschnitt 3110 der zukünftigen ICE-Hochleistungsstrecke.

Das zweigleisige Tunnelbauwerk ist die südlichste Röhre der insgesamt 22 Tunnel und 35 Brücken umfassenden  Hochgeschwindigkeitsstrecke. 8,88 Meter hoch und 13,70 Meter breit wird der Tunnel an seiner tiefsten Stelle ca. 70 Meter unter dem Erdreich liegen.

Der Bau erfolgt in drei Abschnitten, ca. 960.000 Kubikmeter Ausbruchmasse werden in bergmännischer Bauweise im Bagger- und Sprengverfahren mit Spritzbetonsicherung aufgefahren. Ein Teilstück des Tunnels westlich von Nedensdorf wird nur ca. 8 Meter unter dem Grund liegen und daher in offener Bauweise ausgeführt.

Die Fertigstellung des Tunnels „Eierberge“ ist für das Jahr 2013 geplant, die Inbetriebnahme soll 2017 erfolgen.

 

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Dipl.-Ing. (FH) Sven Dreyer, unter
sven.dreyer(at)hyderconsulting.com gerne zur Verfügung.

Datum: 15.07.2010