Für den Verkehr freigegeben: Die Hörselbergumfahrung

Am 6. Januar wurde die thüringische Hörselbergumfahrung in Betrieb genommen

Nach nur knapp zweijähriger Bauzeit ging die Neubaustrecke der Bundesautobahn BAB A4 am 6. Januar in Betrieb: Das neue Autobahnstück um die Hörselberge bei Eisenach ist bereits auf 16,5 Kilometern dreispurig ausgebaut. So kann der überwiegende Teil der insgesamt 24,5 Kilometer langen „Umfahrung Hörselberge“ schon knapp ein Jahr vor dem vertraglich vereinbarten Termin genutzt werden. Mit den Abrissarbeiten an der alten Strecke wurde ebenfalls im Januar begonnen. Hyder Consulting ist mit der Planprüfung und Bauüberwachung für das Großprojekt beauftragt.

Mit der Verkehrsfreigabe wurde auf der neuen Trasse zunächst die Fahrbahn in Richtung Frankfurt/Main freigegeben, die Strecke in Richtung Dresden ist seit dem8. Januar befahrbar. Künftig stehen den Nutzern in beiden Richtungen drei Fahrspuren zur Verfügung, lediglich auf der sechs Kilometer langen Strecke zwischen der Nessetalbrücke und dem östlichen Bauende bei Sättelstädt sind für eine Übergangszeit nur zwei Spuren je Richtungsfahrbahn befahrbar. Dort wird das recycelte Abbruchmaterial von der ehemaligen A4-Strecke als Unterbau für die neue Richtungsfahrbahn genutzt. Ende 2010 sollen die Bauarbeiten dann vollständig abgeschlossen sein, eine feierliche Verkehrsfreigabe für die gesamte Strecke ist im August/September 2010 geplant.

Das Bauvorhaben BAB A4, Umfahrung Hörselberge, umfasst den Neu- und Ausbau, die Erhaltung, den Betrieb und die Finanzierung des Autobahnabschnittes auf sechs Fahrstreifen von der Landesgrenze Hessen/Thüringen bis zur Anschlussstelle Gotha/Bundesstraße B 247. Die Bauüberwachungsleistungen umfassen für Hyder Consulting neben dem ca. zwei km langen sechsstreifigen Ausbau der BAB A 4 bei Eisenach den ca. 22,5 km langen sechsstreifigen Neubau des Strecken­abschnitts von Eisenach nach Sättelstädt. Im Zuge dieser Neubaustrecke werden zusätzlich drei Anschlussstellen, drei Talbrücken, fünf Überführungen sowie 19 Unterführungen/Durchlässe und eine PWC-Anlage entstehen, zudem erfolgt eine Anpassung der Zufahrtsrampen an der Tank- und Rastanlage Eisenach und die Errichtung von Lärmschutzwänden.

Die neue Umfahrung hat ein deutlich geringeres Gefälle als die alte Trasse, die mit erheblichen Steigungen direkt durch das Naturschutzgebiet Hörselberge führte. Besonders im Winter war dadurch mit Staugefahr zu rechnen. Dieses alte Autobahnstück wird nun bis auf den Abschnitt zwischen Wutha-Farnroda und Eisenach-West, der künftig als Ortsumgehung für die Wartburgstadt erhalten bleiben soll, fast vollständig zurückgebaut.

Die Betreiberfirma Via Solutions Thüringen GmbH & Co. KG wird als privatrechtlicher Konzessionsträger den Autobahnabschnitt 30 Jahre lang betreuen. Die Kosten des Gesamtausbaus werden aus den Einnahmen der LKW-Maut auf diesem Abschnitt generiert. Beim Bau der „Umfahrung Hörselberge“ wurden bislang pro Monat bis zu 400 000 Kubikmeter Erde bewegt. Bis zu 500 Beschäftigte und mehr als 100 Erdbaugeräte waren im Einsatz. Sie legten unter anderem 53 Kilometer Entwässerungsleitungen und verbauten eine Million Tonnen Frostschutzmaterial sowie 300.000 Kubikmeter Beton.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Dipl.-Ing. (FH) Stefan Wallmann, unter stefan.wallmann(at)hyderconsulting.com jederzeit gerne zur Verfügung.

 

 

Datum: 20.01.2010